

Aufbau einer Modellfarm und Kooperative (abgeschlossen)
Ein Landwirtschaftsprojekt gegen Migration
Mit Ghana verbindet man typischerweise nicht das Wort Migration. Dennoch ziehen aufgrund des Klimawandels, schlechter werdender Ernten oder wirtschaftlicher Gründe immer wieder Menschen aus den nördlichen Landesteilen weg. Die Mitte Ghanas, wo auch die Stadt Kintampo liegt, ist meist der erste Anlaufpunkt.
Seit einigen Jahren siedeln sich in der Nähe von Kintampo MigrantInnen mit der Ungewissheit an, ob sie bleiben sollen. Denn ihre Ernteerträge sind auch hier nach wie vor spärlich. Der Steyler Missionar Bruder McDaniel hat mit diesen Menschen gesprochen und daraufhin mit der Arnold Janssen-Stiftung ein Projekt entwickelt. Es soll die Menschen befähigen, bessere landwirtschaftliche Erträge zu erzielen und ihnen ermöglichen, in der Region zu bleiben.
Zusammenarbeit für bessere Ernten
„Nur gemeinsam können wir etwas bewirken.“ Dies ist ein Leitsatz in den Workshops für die lokalen KleinbäuerInnen. Das Projekt hat bereits bewirkt, dass sich die Dörfer zu einem in Ghana recht bekanntem Sparsystem („Village Savings and Loans“, VSAL) zusammengeschlossen haben. Sie können so gemeinsam investieren oder Kredite aufnehmen. All dies ist möglich, obwohl die Menschen weder Lesen noch Schreiben können und es in der Nähe keine Banken gibt. Die Gruppen sind bereits offiziell registriert und können so auch Hilfe vom Staat erhalten.
Auch in der Landwirtschaft selbst arbeiten die Menschen enger zusammen. So erhielt immer eine Gruppe an Personen einige Bienenvölker sowie einige Cashew-Pflanzen. Die Gruppen kümmern sich seither gemeinsam um die Tiere und die Ernte.
Die Modellfarm als Treffpunkt
Im Projekt wurde zudem eine Modellfarm aufgebaut, die als Schulungsort für die umliegenden Dörfer fungiert. Es gibt dort jetzt eine Schweine- und eine Hühnerfarm, wo die Menschen in Workshops praktisch lernen können, wie die Tiere am Besten gehalten werden. Dafür erhalten sie einige Tiere als Starthilfe, um ihre eigene Viehzucht zu starten.
Schlussendlich ist geplant, dass die Dörfer und die Modellfarm sich zu einer Kooperative zusammenschließen. Dies wird die Organisation der Farmarbeit in dieser Region deutlich verbessern in der Hoffnung, dass die Menschen bleiben können.
Das Projekt wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) gefördert. Es ist mittlerweile abgeschlossen.
ECKDATEN
-
- Im Workshop zur Imkerei erhalten die fünf Dörfer jeweils zehn Bienenkästen als Starthilfe. Nach genauer Platzierung im Wald haben sich mittlerweile in allen Kästen Bienen selbst eingenistet. Der erste Honig wurde bereits geerntet. Jetzt wird es auch nicht mehr nötig sein, den Honig wilder Bienen zu ernten. Hierfür wurden bisweilen ganze Bäume abgebrannt, was nicht selten zu gefährlichen Buschfeuern führte.
ECKDATEN
Aufbau einer Modellfarm und Kooperative (abgeschlossen)
Ein Landwirtschaftsprojekt gegen Migration
Mit Ghana verbindet man typischerweise nicht das Wort Migration. Dennoch ziehen aufgrund des Klimawandels, schlechter werdender Ernten oder wirtschaftlicher Gründe immer wieder Menschen aus den nördlichen Landesteilen weg. Die Mitte Ghanas, wo auch die Stadt Kintampo liegt, ist meist der erste Anlaufpunkt.
Seit einigen Jahren siedeln sich in der Nähe von Kintampo MigrantInnen mit der Ungewissheit an, ob sie bleiben sollen. Denn ihre Ernteerträge sind auch hier nach wie vor spärlich. Der Steyler Missionar Bruder McDaniel hat mit diesen Menschen gesprochen und daraufhin mit der Arnold Janssen-Stiftung ein Projekt entwickelt. Es soll die Menschen befähigen, bessere landwirtschaftliche Erträge zu erzielen und ihnen ermöglichen, in der Region zu bleiben.
Zusammenarbeit für bessere Ernten
„Nur gemeinsam können wir etwas bewirken.“ Dies ist ein Leitsatz in den Workshops für die lokalen KleinbäuerInnen. Das Projekt hat bereits bewirkt, dass sich die Dörfer zu einem in Ghana recht bekanntem Sparsystem („Village Savings and Loans“, VSAL) zusammengeschlossen haben. Sie können so gemeinsam investieren oder Kredite aufnehmen. All dies ist möglich, obwohl die Menschen weder Lesen noch Schreiben können und es in der Nähe keine Banken gibt. Die Gruppen sind bereits offiziell registriert und können so auch Hilfe vom Staat erhalten.
Auch in der Landwirtschaft selbst arbeiten die Menschen enger zusammen. So erhielt immer eine Gruppe an Personen einige Bienenvölker sowie einige Cashew-Pflanzen. Die Gruppen kümmern sich seither gemeinsam um die Tiere und die Ernte.
Die Modellfarm als Treffpunkt
Im Projekt wurde zudem eine Modellfarm aufgebaut, die als Schulungsort für die umliegenden Dörfer fungiert. Es gibt dort jetzt eine Schweine- und eine Hühnerfarm, wo die Menschen in Workshops praktisch lernen können, wie die Tiere am Besten gehalten werden. Dafür erhalten sie einige Tiere als Starthilfe, um ihre eigene Viehzucht zu starten.
Schlussendlich ist geplant, dass die Dörfer und die Modellfarm sich zu einer Kooperative zusammenschließen. Dies wird die Organisation der Farmarbeit in dieser Region deutlich verbessern in der Hoffnung, dass die Menschen bleiben können.
Das Projekt wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) gefördert. Es ist mittlerweile abgeschlossen.
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- Im Workshop zur Imkerei erhalten die fünf Dörfer jeweils zehn Bienenkästen als Starthilfe. Nach genauer Platzierung im Wald haben sich mittlerweile in allen Kästen Bienen selbst eingenistet. Der erste Honig wurde bereits geerntet. Jetzt wird es auch nicht mehr nötig sein, den Honig wilder Bienen zu ernten. Hierfür wurden bisweilen ganze Bäume abgebrannt, was nicht selten zu gefährlichen Buschfeuern führte.